Home Office
Oktober 5, 2008 · 5 Kommentare
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und nun?
September 30, 2008 · Keine Kommentare
vermeintliche sicherheit in einer festanstellung, nine-to-five, arbeiten auf lohnsteuerkarte, dafür journalismus?
oder nichts von dem?
freiberuflich, je nach auftragslage, von allem so ein bisschen? darunter vielleicht, im ausnahmefall, auch mal journalismus?
ach, verdammt!
ich weiß doch sowieso schon, was ich machen werde.
jedenfalls scheiterte die einrichtung meines home-offive gestern daran, dass ich von strick-kleidern und schuhen abgelenkt wurde. ein funktionierender drucker ist zu teuer, neue stiefel dagegen nicht. andererseits halten post-its einen im winter nicht warm und die füße nicht trocken. es wird sowieso viel zu viel papier verschwendet.
ein outfit für business-meetings ist allerdings auch nicht dabei rausgekommen. wenigstens glitzert es nicht pink und ist _nicht_ von hello kitty.
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Veränderung
September 21, 2008 · Keine Kommentare
Wenn mir jemand sagt, ich hätte mich “entwickelt”, lehne ich diese Feststellung gerne mal ab. Wahrscheinlich hat mich die betreffende Person einfach nur besser kennen gelernt.
Bei der Lektüre (gar nicht mal so) alter Tagebucheinträge plötzlich festgestellt, dass ich mich doch verändert habe im letzten Jahr. Ich kann die genauen Veränderungen nicht ganz greifen, aber etwas ist anders. Meine Persönlichkeit schwankt immer noch zwischen Größenwahn und Versagensängsten, zwischen Arroganz und Selbsthass. Vielleicht haben sich auch einfach die Dinge, vor denen ich Angst habe, verändert, sind gewachsen, nicht mehr die kindischen Kleinigkeiten. Ich reagiere häufig immer noch hysterisch auf alltägliche Situationen, die anderen Menschen nicht mal mehr ein Schulterzucken abringen - aber vielleicht nicht mehr bei wirklich jedem Scheiß. Dazu haben sich die (recht erwachsenen und berechtigten) Sorgen für einige Menschen aus meinem Umfeld Gott sei Dank verflüchtigen können, was auch mir ein wenig mehr Sicherheit gab.
Allerdings bin ich auch hoffnungsloser geworden. Und, falls möglich, noch fatalistischer.
Damals(TM) wollte ich funktionieren, reinpassen, Anerkennung - das will ich heute nicht mehr. Nicht mehr in diesem Maße. Damals waren meine Bekundungen, dass aus mir eh nie was wird, nichts werden kann, reiner Trotz, entstanden aus dem Wunsch, was Großes zu werden. Heute fehlt mir tatsächlich jeglicher Glaube, nicht unbedingt an meine Fähigkeiten, aber daran, dass sie mich irgendwo hinbringen. Ich will auch gar nichts Großes mehr werden. Ich will tatsächlich schon lange Nichts mehr. Ich habe mich abgefunden. Der Trotz hat sich verflüchtigt, geblieben ist Resignation.
Ich habe jetzt mein Ziel erreicht.
Was ich unterwegs verloren habe, sind die Träume und Wünsche für ein “danach”.
[Dennoch: Nach meinem Urlaub geht es hier dann mit Inhalten weiter. Das war nun wirklich der letzte selbtsmitleidige Eintrag. Das musste noch raus, doch jetzt reicht´s. Versprochen, geschworen, hoch und heilig!]
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Keine Berufsalternative
September 17, 2008 · 4 Kommentare
Gestern bekam ich über Twitter einen Hinweis, dass die herzallerliebste Emanzen-Postille Emma eine Online-Redakteurin sucht. Ich fand es sehr nett, dass jemand weitgehend Unbekanntes in einem so flüchtigem Netzwerk wie Twitter meine Berufssorgen ernst nimmt und mir Tipps gibt. Tatsächlich kam das sogar schon häufiger vor, daher auch an dieser Stelle noch einmal ein herzliches Dankeschön.
Aber Emma? Gut, es ist ein Job, in der Not frisst der Teufel Fliegen - aber so verzweifelt bin ich noch nicht. (Mal ganz abgesehen davon, dass ich von Feminismustheorien soviel Ahnung habe wie ein Goldhamster vom Autofahren. Und ungefähr soviel Interesse dafür aufbringe.)
Im Ernst: Viel zu wenig nackte Frauen in dem Blatt. Diät-Tipps gibt´s da auch nicht und über Schuhe schreibt auch kaum einer.
In diesem Zusammenhang fiel mir allerdings wieder ein, wie verwunderlich wenig Erfolg doch unsere “Playboy statt Emma”-Aktion damals in der Uni hatte. (Eigentlich war es ja eher eine “Playboy und Emma”-Aktion - wenn die Frauenbewegten was zum Lesen kriegen, sollten die eher optisch orientierten Jungs und Mädels auch was bekommen. Wenn ich mich richtig erinnere, wurde schließlich keine der Zeitschriften abonniert.)
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Was vom Tage übrig blieb, 13/09/08 - Berufliches
September 13, 2008 · Keine Kommentare
- Home is, where the heart is. Anderthalb Tage Belgien, noch nicht mal mehr Flandern, Übernachtung in einem bizarr-kitschigem Hotel, Business-Trip - ich habe mich trotzdem mehr zu Hause gefühlt als irgendwo sonst in den letzten Jahren, seit meinem Aufenthalt in Antwerpen. Habe für kurze Zeit überlegt, wie es wäre, als Konferenz-Hopper zu leben, immer auf der Durchreise. Gar keine so unattraktive Vorstellung.
- Veränderungen stehen an. Eine Woche noch. Ich weiß noch immer nicht, in welche Richtung ich gehen werde. Die Richtung, in die es sich gerade entwickelt, ist auch ein wenig bizarr. Noch möchte ich aber nicht gegensteuern. Ich hoffe nur, es ist nicht irgendwann zu spät dafür.
- Schon seit meiner Rückkehr aus Hamburg hatte sich beruflich sehr viel verändert. Vor allem, was mein Aufgabengebiet anging. Ich weiß nicht, wie ernst die anderen meine Projekte nahmen - waren es doch nie die Cash Cows, ging es doch in erster Linie um Networking. Was, nebenbei bemerkt, auch nicht ganz unwichtig ist, wenn man im Gebiet der politischen Kommunikation arbeitet.
Ich merkte jedenfalls, dass alte Koalitionen wegbrachen und sich zur Konkurrenz entwickelten. Belebt das Geschäft, haha, aber ich bin doch harmoniebdürftiger, als ich immer dachte.
Vieles machte ich zum ersten Mal, zumindest in diesen Dimensionen. Und mit dieser Verantwortung. Bisher waren meine Fehler immer meine Angelegenheit: Hätte ich eine Hausarbeit oder meine Magisterarbeit verhauen, okay, persönliches Pech. Hätte ich mit einem Artikel in unserem Studi-Magazin Mist gebaut, okay, Shit happens, hätte ich dafür gerade stehen müssen. Usw, usf. Fehler, die mir nun unterlaufen, fallen unweigerlich auf meinen Arbeitgeber zurück. Das erhöht den Druck. Sobald mir klar wurde, für wen ich da eigentlich so arbeite und welche Verantwortung damit verbunden ist, kam die Panik (was u.a. zu einigen sehr weinerlichen, selbstmitleidigen Blog-Artikeln führte). Gut, leichte Panikattacken habe ich vor jeder Aufgabe, die ich einigermaßen ernst nehme. Doch diesmal war es schlimmer.
Ich frage mich, wie man geschaffen sein muss, um dauerhaft mit derartiger - oder höherer - Verantwortung zu leben. Unter anderem deswegen kamen wirklich verantwortungsvolle Jobs (namentlich ein Medizin-Studium) nie für mich in Frage, deswegen wollte ich auch nie eine Management-Position: Weil ich weiß, dass ich mich selbst so lange fertigmache, dass ich selbst so viel Druck aufbaue, bis ich daran zerbreche. Kann man lernen, mit diesen Versagensängsten umzugehen? Wahrscheinlich. Will ich lernen, damit umzugehen? Wäre eine abgeklärtere, weniger panische, professionellere Person noch ich?
Vermutlich ist das die komplett falsche Frage in diesem Zusammenhang. Dass ich sie stelle, sagt dann wohl auch viel über mich aus.
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Sonntag: Lieblingslieder
September 7, 2008 · Keine Kommentare
The Verve - Love is Noise
und dabei mochte ich richard ashcroft eigentlich nie… der song ist aber ganz, ganz großartig.
morgen in aller früher geht´s erst mal nach brüssel und danach bin ich dann vielleicht auch mal wieder mit neuen themen zurück. vielleicht auch nicht. ich hatte in den letzten wochen (mal wieder) ein bisschen die lust an virtueller kommunikation verloren. mal sehen, ob sich das wieder gibt.
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Vier gewinnt
September 6, 2008 · Keine Kommentare
Stöckchen geklaut von hier.
4 Jobs, die Du in deinem Leben hattest
1. Prospekteverteiler
2. freie Journalistin in einer Lokalredaktion
3. Assistenz der Geschäftsführung bei einem Filmfestival
4. Volontärin in einer Online-Redaktion
4 Filme, die Du immer wieder anschauen kannst
1. Fight Club
2. Being John Malkovich
3. Last Unicorn
4. Big Fish
4 Orte, an denen Du gerne gewohnt hast/wohnen würdest
habe gewohnt
1. Marl
2. Hildesheim
3. Antwerpen
4. Berlin
würde gerne wohnen:
1. wieder Antwerpen
2. London
4 TV-Serien, die Du gerne anschaust
1. Dr. House
2. Greys Anatomy
3. Scrubs (die Vorliebe für Krankenhausserien ist genetisch bedingt)
4. Switch
(DVD-Bonus: Life on Mars. Bin Late Adopter, als das hier im TV lief, hatte ich noch keinen Fernseher)
4 Plätze, an denen Du im Urlaub warst
1. Venedig
2. Venedig
3. Venedig (ratet mal, wo ich nie wieder hin möchte)
4. Granada
4 Webseiten, die Du täglich besuchst
1. politik-digital.de
2. heise.de
3. twitter.com
4. diese hier
4 Deiner Lieblingsessen
1. Falafel
2. Schokolade
3. gebratene Nudeln mit Gemüse und viel (!) Sojasoße
4. frisch gebackenes Brot
4 Plätze an denen Du gerne im Augenblick sein möchtest
nur zwei: entweder irgendwo im Weltall (also: irgendwo außer auf diesem Planeten) oder zuhause
4 erfüllbare Wünsche
1. abnehmen
2. Job finden
3. Weltreise
4. …äh…mehr Mut
wer will, bediene sich.
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Langfristplanung
September 1, 2008 · Keine Kommentare
It has been a hell of a week.
Es geht aber wieder besser. Ich heule zwar noch immer in den unmöglichsten Momenten los, es geht aber wirklich wieder besser.
Dazu führte auch die Einsicht, dass ich ganz ohne Pläne nicht mehr auskomme. Ich kann und will nicht mehr warten, dass die Zukunft mir passiert. Außerdem bin ich eines morgens aufgewacht und wusste plötzlich wieder, warum ich meinen Job urspünglich machen wollte: Um die Welt zu sehen (weswegen ich auch mal kurzzeitig Archäologin werden wollte, damals, mit acht oder so).
Kein sonderlich anspruchsvoller oder origineller Plan, zugegeben, wer will die Welt bitte nicht sehen?
Trotzdem will ich das jetzt angehen: D-Day ist der 25.11.2011. Für mich ungewöhnliche Langfristplanung. Doch das lässt mir noch eine Menge Zeit, mich um Route, Logistik und - der heikelste Punkt - Finanzierung zu kümmern. Und Erfahrungen zu sammeln. Das “Wann” steht, das “Wie” wird in den folgenden drei Jahren ausgearbeitet.
Ich schreibe das jetzt auch nur auf, um es selbst nicht wieder zu vergessen oder irgendwann wieder so im Alltag vergraben zu sein, dass ich meine Ziele aus den Augen verliere.
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Was vom Tage übrigblieb, 30/08/2008 - Random Thoughts
August 30, 2008 · Keine Kommentare
- diese zukunft ist enttäuschend. autos sehen immer noch aus wie autos, ich arbeite nicht an einem holodeck, das klonen macht auch nur schleppende fortschritte und wo zum teufel ist eigentlich mein space-shuttle? das einzige, was wahr wird, ist anscheinend, wenn auch mit 24 jahren versprätung, “1984″. das ist so typisch. zukunft, ich fühle mich verarscht.
- erstaunlich, wie meine wahrnehmung funktioniert: gestern habe ich die feingliederung für einen text fertiggemacht, bewerbungen geschrieben, ein nettes buch gelesen, war beim sport und habe abends zusammen mit freunden gekocht (und bei wer wird milionär versagt). trotzdem erschien mir der ganze tag leer und nutzlos und ich unendlich faul.
- positives denken gehört im moment nicht wirklich zu meinen stärken.
- überlege, spontan nach hause zu fahren. um endlich mal wieder zu schlafen und konzentriert arbeiten zu können (zuhause = fern von internet und sonstigen prokrastinationsmöglichkeiten. naja, gut, wir haben handy-empfang. und eine pferde-koppel neben dem haus). dann fallen mir aber immer wieder ausreden ein, es nicht zu tun. purer masochismus, nehme ich an.
- meine lieblingssprüche aus der nachbarschaft diese woche:
“aber mein fernseher läuft nachts IMMER.”
irgendwann nachts um drei: “macht die fenster zu beim vögeln, ihr assis. es hören kinder zu.” (galt nicht mir)
- brauche neuen job, neue wohnung, neuen haarschnitt und dringend neuen input, change of place, damit sich dieser urlaub auch wie urlaub anfühlt.
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Freak Like Me
August 27, 2008 · 1 Kommentar
Es scheint gerade in zu sein, sich von The Dark Knight enttäuscht zu zeigen, daher: Ja, ich war sehr enttäuscht. Cilian Murphy hatte viel zu wenig Screentime. Und Batman hätte ich gerne mal ein Ricola angeboten - hatte aber grad keins mit.
Im Ernst, keine Kritik von mir. Es wurde genug gesagt; der Film hat meine Erwartungen weder enttäuscht noch war ich in irgendeinem Moment sonderlich überrascht. Solide, das ist die Wertung, die ich am ehesten geben würde.
Nolan hat jedenfalls die realistischteste Comic-Verfilmung abgeliefert, die ich bis jetzt gesehen habe. Das kann man mögen, das kann einem auch als Entzauberung der alten Helden vorkommen - ich bin da noch unentschieden. Oder eigentlich ist es mir egal, ich kann mit einem Camp-Batman leben, ich kann mit der totalen Ernsthaftigkeit von Nolans Batman, ich konnte auch mit Tim Burtons Neo-Gothic-Comic-Look (nur mit Micheal Keaton, mit dem konnte ich gar nicht). Alles eigenständig, für mich hat das alles seine Berechtigung, in der richtigen Stimmung (und manchmal mit sehr viel Alkohol, ähem) kann das alles unterhalten.
Daher hat der Film für mich auch den Joker nicht entmystifiziert. George Lucas ist es mit seiner zweiten Star Wars Triologie fast gelungen, einen meiner Kindheitshelden zu zerstören, bis ich mich dazu entschied, Episode I bis III einfach zu ignorieren und so gut wie möglich zu verdrängen. Heath Ledgers psychopathischer, aber sehr menschlicher Joker steht für mich allerdings als eigene Figur neben Jack Nicholsons Joker.
Während Darth Vader der Held meiner Kindheit war, da er einfach viel cooler war als sämtliche Jedis zusammen, war der Joker das WTF meiner Kindheit. Nicholsons Figur war durch und durch ein Kind der 80er, pastellfarben-überzogen, zerstört die Welt (naja, Gotham) und hört dazu schlechte Popmusik. Manisch, bunt, unglaublich albern und manchmal bis zum Fremdschämen peinlich. Das Chaos, was er veranstaltete, blieb ja in einem vergleichsweise kleinem Ausmaß - Angst machte er mir als Kind jedenfalls keine. Er faszinierte mich jedoch mehr als der blasse, blasse Batman Micheal Keatons, trotz - oder evtl. wegen - aller Peinlichkeit, trotz der grässlichen Mützen und trotz der Vorliebe für Prince: Einige Szenen (das Museum, das Zusammentreffen mit Vicky Vale, die Ballons, Jokers Trophy-Blonde) haben sich auf alle Ewigkeit in mein Hirn eingebrannt, “Schon mal im blassen Mondlicht mit dem Teufel getanzt” ist geflügeltes Wort.
Dieser schrille Comic-Joker hat es geschafft, mich nachhaltig zu beeindrucken. Ich weiß nicht, ob das Heath Ledger, so großartig seine Performance auch ist, gelungen wäre. Vielleicht wenn ich vorher nicht Nicholsons Joker, Hannibal Lector oder Tyler Durden gekannt hätte. Vielleicht dann. So sind all die Anarchie und all der Wahnsinn nichts Originäres und ziemlich unambitioniert noch dazu.
[Mein Alter spielt dabei übrigens nur eine untergeordnete Rolle. Ich bin heute noch genauso leicht zu beeindrucken wie vor 16 Jahren.]
[Vielleicht war mir Jack Nicholsons Figur auch nur näher. Chaos veranstalten und dazu schlechte Musik hören kann ich selbst auch ziemlich gut.]
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